Unterbringung für geflüchtete und wohnungslose Menschen

Auf dem Grundstück angrenzend an die Unterkunft mit Perspektive Wohnen (UPW) in der Flughafenstraße 64-82 wird eine Unterbringung für geflüchtete und wohnungslose Menschen eingerichtet. Vor diesem Hintergrund erweitert die FHH (Freie und Hansestadt Hamburg) auf dem Grundstück des UPW-Standortes Ohkamp die bestehende Einrichtung befristet um eine Unterbringung mit rund 220 Plätzen. 

Zu diesem Thema hat am 10. November ein Austauschtreffen stattgefunden. Nachfolgende Informationen sowie weitere Daten und Hinweise enthalten die Dokumentation und das Handout des Treffens.

Aufgrund kontinuierlich steigender Zugangszahlen geflüchteter Menschen in Deutschland und Hamburg wurden bereits in den letzten Monaten gesamtstädtisch diverse Anstrengungen unternommen, um weitere und auch kurzfristig verfügbare Kapazitäten in Hamburg zu akquirieren und für die jeweiligen Zwecke nutzbar zu machen. Während der gesamte Unterbringungsbedarf in den Erstaufnahmen und der öffentlich-rechtlichen Unterbringung in Hamburg seit Beginn der Flüchtlingskrise 2015 / 2016 leicht rückläufig war, wurden bereits seit Mitte 2021 wieder deutlich steigende Zugangszahlen geflüchteter Menschen in Hamburg verzeichnet. 

Grund für die steigenden Zugangszahlen seit Mai 2021 waren bisher insbesondere die Situation in Afghanistan, die Sekundärmigration aus Griechenland und der weiterhin bestehende Druck auf den Hauptmigrationsrouten. Durch den unvorhersehbaren Angriff Russlands auf die Ukraine am 24.02.2022 hat sich die ohnehin angespannte Situation nochmals verschärft. 

Angesichts der aktuellen Entwicklungen des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine, der hohen Zahlen asyl- und schutzsuchender Menschen auf der Balkanroute und insgesamt damit in Verbindung stehender Wintersaison 22 / 23 ist damit zu rechnen, dass auch in den kommenden Wochen und Monaten keine Entspannung dieser Situation zu erwarten ist.

Um auf die nach wie vor dynamische Entwicklung der Fluchtbewegung aus dem ukrainischen Kriegsgebiet vorbereitet zu sein, werden daher derzeit in der gesamten Stadt zusätzliche Standorte zur Unterbringung von Geflüchteten geprüft und bestehende Kapazitäten ausgebaut. Diese Herausforderung wird insofern verstärkt, als dass aufgrund der Abbauverpflichtungen diverser Bürgervertragsstandorte sowie nicht verlängerbarer Mietverträge (z. B. aufgrund anstehender Wohnungsbauvorhaben) Unterbringungsplätze in den nächsten Jahren verloren gehen werden. Es ist daher nicht nur erforderlich neue Wohnunterkünfte zu planen, sondern auch bestehende, aufgrund der vertraglichen Vereinbarung zu schließenden Standorte nach Möglichkeit zu verlängern bzw. zu erweitern.