Expresswohnungsbau: Zwei Gebäude für bis zu 570 Menschen

Am Ohkamp im Bezirk Hamburg-Nord entsteht eine Unterkunft mit der Perspektive Wohnen (UPW) für geflüchtete Menschen im sogenannten Expresswohnungsbau. Auf dem Grundstück südlich der Flughafenstraße/westlich des Ohkamps sind zwei viergeschossige Gebäude geplant – mit einer hofähnlichen Aufenthaltsfläche in der Mitte des Areals. Insgesamt werden 124 Wohnungen gebaut, die langfristig dem Wohnungsmarkt und allen Hamburgern und Hamburgerinnen zur Verfügung stehen werden.

Eine Kindertagesstätte mit einer eigenen Freifläche direkt am Haus wird in einem Gebäudeteil der Unterkunft eingerichtet. Für die Kita hat die Sozialbehörde einen Bedarf von 60 bis 70 Plätzen angemeldet. Der Träger wird über eine Ausschreibung ermittelt, die noch durchgeführt wird.

Das Grundstück wird über eine kleine Brücke über den Raakmoorgraben erschlossen, die nach Fertigstellung der Wohngebäude durch einen Neubau ersetzt wird (6 m für zwei Fahrspuren plus 2,5 m für einen barrierefreien Bürgersteig). Auf der direkt westlich angrenzenden Fläche, die Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg ist, wird die Baustelleneinrichtung erfolgen. Hier soll später eine Bürobebauung entstehen.

Westlich des Grundstücks der Freien und Hansestadt Hamburg verläuft die Trasse der U-Bahnlinie U1 mit der Haltestelle Fuhlsbüttel Nord. Nördlich grenzt die Flughafenstraße mit einer kleinen Gewerbezeile an, südlich ein Kleingartenverein und ein Wohnquartier aus den 1950er/60er Jahren. Östlich grenzt der Ohkamp mit der 1970er-Jahre-Siedlung Lentersweg an.

Bislang ist das Grundstück planungsrechtlich als Parkplatz festgesetzt. Die „Flüchtlingsunterkunft mit der Perspektive Wohnen“ wird auf Grundlage des § 246 Absatz 14 BauGB in Verbindung mit dem derzeit geltenden Planrecht im üblichen Standard des Wohnungsbaus errichtet. Dadurch gelten die Wohnungen zunächst als Flüchtlingsunterkünfte. Parallel wird derzeit ein neuer Bebauungsplan (B-Plan) aufgestellt, damit die Wohnungen langfristig auch anderen Hamburgerinnen und Hamburgern auf dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen.

Auf dem Grundstück hat sich ein Gehölzbestand – hauptsächlich aus Weiden und Pappeln – mit dichtem Strauchwerk entwickelt. Die Bäume und Sträucher an den Grundstücksrändern sollen erhalten bleiben.

Das westliche Nachbargrundstück liegt im Verwaltungsvermögen des Landesbetriebes Immobilien und Grundvermögen (LIG). Der LIG hat das Grundstück an den Flughafen Hamburg vermietet, der es in Hauptbelastungszeiten als Parkplatz nutzen wird und es dafür demnächst entsprechend herrichtet. Die Maßnahme dient dazu, in der Ferienzeit den hohen Parkdruck im Interesse der Anwohner des Flughafens zu kanalisieren. Es ist an eine sehr kurze Nutzungsphase in den Sommermonaten gedacht. Fragen hierzu richten Sie bitte an den Flughafen.

Die Nutzung des Geländes als Parkplatz entspricht dem geltenden B-Plan. Zwischen dem Flughafen Hamburg, dem LIG und der Firma Ditting (Bauherr der Flüchtlingswohnungen) ist vertraglich geregelt, dass das Grundstück zeitweise durch die Firma Ditting für Zwischenlagerungen genutzt werden kann.

Das Bezirksamt hat immer betont, dass diese Grundstücksseite nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt wird, sondern im Verwaltungsvermögen des LIG verbleibt, der dafür weiter eine passende Verwertung sucht. Eine solche Verwertung ist nun eingetreten.

  • 12/2016 Baumfällungen auf dem Grundstück
  • 03-04/2017 Baubeginn
  • Mitte 2018 voraussichtliche Fertigstellung

Vom 3. bis zum 18. April 2017 hat der Bebauungsplan-Entwurf Fuhlsbüttel 23/Langenhorn 83 erneut öffentlich ausgelegen. Die erneute Auslegung war erforderlich geworden, weil sich in der Planzeichnung und der Verordnung nach der ersten öffentlichen Auslegung kleinere Änderungen ergeben hatten.

Auskünfte zum Bebauungsplan-Verfahren erteilt das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung unter Telefonnummer 040/42804-6022 oder -6020.

Investor und Käufer des städtischen Grundstücks ist die Quantum Immobilien AG Hamburg. Die Bauausführung übernimmt als Generalunternehmerin die Richard Ditting GmbH & Co. KG.

Stand: 7. Dezember 2017