Wer zieht ein am Ohkamp?

In dem neuen Quartier werden maximal 570 geflüchtete Menschen untergebracht. Es werden zu circa 60 Prozent Personen aus Familien und rund 40 Prozent Alleinstehende einziehen. Voraussichtlich werden Menschen vor allem aus Syrien, dem Irak, Eritrea und Somalia hier wohnen. Genaue Angaben zu Alter, Geschlecht und Nationalität der künftigen Bewohner lassen sich erst unmittelbar vor der Belegung machen. Die Menschen kommen vorrangig aus Gemeinschaftsunterkünften von fördern und wohnen (f & w) im Bezirk Hamburg-Nord.

Voraussetzungen für einen Einzug in die Unterkunft mit der Perspektive Wohnen (UPW) Ohkamp sind

  • eine sichere Bleibeperspektive und
  • erste erfolgreiche Integrationsschritte – wie z. B. ein Arbeitsplatz oder ein Praktikum, freiwilliges Engagement oder die Teilnahme an Stadtteilaktivitäten, die Unterbringung der Kinder in einer Hamburger Kita o. ä.

Menschen, die – z. B. aufgrund einer Behinderung – besonders schutzbedürftig sind, werden bevorzugt aufgenommen.

Pro Bewohner sind 15 Quadratmeter Wohnfläche veranschlagt.

Ziel der Bewohnerinnen und Bewohner soll es sein, eine eigene Wohnung zu finden – die Unterbringung mit der Perspektive Wohnen ist eine Zwischenlösung. f & w unterstützt zusammen mit der Fachstelle für Wohnungsnotfälle des Bezirks Hamburg-Nord die Bewohnerinnen und Bewohner bei der Wohnungssuche.

Die Flüchtlingsunterkunft wird im üblichen Standard des Wohnungsbaus errichtet. Nicht-Geflüchtete können jedoch erst in die Wohnungen einziehen, wenn einige Voraussetzungen gegeben sind. Zunächst muss z. B. der Bebauungsplan Fuhlsbüttel 23/Langenhorn 83 eine ausreichende Planungsreife erlangt haben, damit dort planungsrechtlich eine normale Wohnnutzung möglich ist.

Vereinbart ist, dass die Wohnungen maximal 15 Jahre mit geflüchteten Menschen belegt werden. Ob und in welchem Umfang einzelne Bereiche bzw. Hauseingänge vor Ablauf der 15 Jahre im Rahmen einer Nutzungsänderung als normaler Wohnraum für Nicht-Geflüchtete zur Verfügung stehen werden, hängt unter anderem von der weiteren Entwicklung der Flüchtlingszahlen ab.

Langfristig werden die Wohnungen allen Hamburgerinnen und Hamburgern auf dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen.

Der soziale Dienstleister f & w fördern und wohnen AöR betreibt die Unterkunft und betreut die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner. f & w stellt eine Vollzeitkraft je 80 Bewohnerinnen und Bewohner für das Unterkunfts- und Sozialmanagement sowie eine Vollzeitkraft je 160 Bewohnerinnen und Bewohner für den Technischen Dienst. Bei der maximalen Belegung mit 570 Bewohnerinnen und Bewohnern wären das sieben Beschäftige im Unterkunfts- und Sozialmanagement sowie 3,5 Stellen im Technischen Dienst.

Stand: 1.  November 2016